Life Hack

Marmelade kochen

Wie zu Oma’s Zeiten

Viele nützliche Tipps von Oma, wie Ihr Marmelade richtig einkocht.

Wer schon mal Marmelade eingekocht hat, weiß: Der süße Aufstrich schmeckt selbstgemacht am besten.
Wenn Ihr auch zum ersten Mal Marmelade einkochen wollt, dann hilft euch dieser Beitrag bestimmt.Wir haben hier die wichtigsten Tipps unserer Oma‘s zusammengeschrieben. So gelingt bestimmt jede Marmelade.

Richtig einkochen

Marmelade immer nur wenige Minuten (ca. 5 bis 10 Min.) sprudelnd kochen. Nur durch eine kurze Kochzeit bleiben Farbe und Aroma erhalten.
Wenn sich ein Schaum bildet, diesen bitte abschöpfen. Je nach Geschmack könnt Ihr die Marmelade mit dem Stabmixer leicht oder aber mit den ganzen Früchten abfüllen.

Gläser und Deckel

Damit eingekochte Marmeladen gut haltbar sind ist gute Hygiene beim Kochen unerlässlich. Marmelade muss unbedingt in saubere Gläser gefüllt werden, um schnelles Schimmeln zu vermeiden.
Dazu kann kochendes Wasser zum Ausspülen benutzt werden. Das Ausspülen mit heißem Wasser verhindert auch einen möglichen Glasbruch beim Abfüllen der Marmelade.
Die Deckel nach dem Waschen gut abtrocknen, damit sich kein Schimmel bildet. Idealerweise verwendet man immer einen neuen Deckel, da Deckel nach dem ersten Mal öffnen nie mehr 100 % dicht sind. Wenn sich ein Deckel beim Schließen durchdreht, sollte er nicht mehr verwendet werden. Gläser hingegen sind unbegrenzt verwendbar.
Falls Ihr mit Einmachgläsern arbeitet, sollten deren Gummis ebenso gewaschen und auf Risse geprüft werden.

Haltbar machen

Wenn die Marmelade fertiggekocht ist, muss sie heiß abgefüllt werden. Zum Haltbarmachen gibt es zwei Methoden.
Die klassische Methode: Heiße Marmelade in Gläser füllen, sorgfältig zudrehen. Nach dem Zudrehen stürzt man die Marmelade über Kopf auf ein feuchtes Geschirrtuch zum Auskühlen.
Die Feuer Methode: Nach dem Einfüllen gibt man eine kleine Menge hochprozentigen Alkohol auf die Marmelade und zünden es an. Dann geben Sie sofort den Deckel darauf. Die Flamme verbrennt die restliche Luft, saugt den Deckel an und bildet „eine Art Vakuum“. Gläser nicht auf den Kopf stellen.
Aber Vorsicht, nur für Geübte! Wir empfehlen Euch die klassische Methode, diese hat sich bislang gut bewährt.

Geliermittel

Zum Einkochen benötigen man ein Geliermittel, damit aus einer gekochten Flüssigkeit eine Marmelade wird. Am einfachsten ist das Einkochen mit Gelierzucker, da dieses Pektin enthält. Pektin ist ein natürliches Geliermittel, welches vor allem in Äpfeln vorhanden ist. Wer es gerne besonders fruchtig liebt und mit weniger Zucker arbeiten will, nimmt am besten Gelierzucker im Verhältnis 3:1, d.h. Ihr kocht drei Teile Obst mit einem Teil Gelierzucker auf (z.B. 3 kg Erdbeeren mit 1 kg Gelierzucker).
Statt fertigen Gelierzucker kann man auch Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Rohrzucker zum Süßen verwenden. Jetzt muss aber ein Geliermittel separat dazugeben werden. Dafür eignet sich Pektin oder Agar-Agar. Diese können in der Apotheke, im Bioladen oder Reformhaus gekauft werden. Und so funktioniert’s: Etwa 3 gestrichene Teelöffel Agar-Agar reichen für 1 kg Früchte aus. Das Pulver wird vorher mit etwas Wasser angerührt und dann gemeinsam mit dem Obst und dem Süßungsmittel aufgekocht. Agar-Agar wird erst beim Erkalten fest; die Marmelade ist im heißen Zustand also noch flüssig.

Lagerung

Marmelade lagert man am besten kühl und ohne direkte Sonneneinstrahlung, z.B. in der Vorratskammer, im Küchenschrank oder im Keller. Wenn die Marmelade gut eingekocht wurde, hält sie mindestens 1 Jahr. Ihr könnt sie auch länger lagern, im Laufe der Zeit verliert sie allerdings an Farbbrillanz und Aroma.
Nach dem Öffnen ist die Marmelade im Kühlschrank einige Wochen haltbar. Beim Herausnehmen immer einen sauberen Löffel verwenden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Um Verwechslungen zu vermeiden, alle Marmeladen mit Sorte und Produktionsdatum beschriften.

Tipp

Falls Ihr Euch über die Konsistenz Eurer Marmelade während dem Kochvorgang nicht sicher seid, macht eine Gelierprobe. Dazu wird ein Löffel Marmelade auf einen kleinen Teller getropft und in den Kühlschrank gestellt. Bereits nach wenigen Minuten sieht man, wie stark die Marmelade geliert. Wenn Ihr noch Obst übrig habt, könnt Ihr diese bedenkenlos einfrieren und z.B. auch im Winter zu Marmelade einkochen.
Besonders aromatisch werden Früchte, wenn sie über Nacht mariniert werden. Die geschälten, geschnittenen Früchte mit Zitronensaft, Geliermittel, Alkohol oder Gewürzen vermengen und ziehen lassen.

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